Geschichte der Jenaer Flussbäder  

 

 

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In der Online-Ausstellung können sie vorab einen Überblick über das Thema verschaffen bzw. die wichtigsten Texte nachlesen. Zudem finden Sie hier eine Teil der im Stadtmuseum gezeigten Fotos.

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Im Hain-Verlag erscheint Mitte Mai das Buch zur Ausstellung. Weitere Infos und die Bestellformulare hier.

 

 


Die Ausstellung ist vom 14. Mai bis Mitte September 2004 im Stadtmuseum Jena zu sehen.

Weitere Informationen zu einzelnen Veranstaltungen, Führungen, den Machern der Ausstellung u.v.m. finden sie hier.
   

Jenaische Zeitung vom 10./11.Mai 1931

Sommer und Saale

Tage des Blühens, der Knospen und Triebe,
festliche Tage im pfingstlichen Mai,
taufrische Nächte, so kurz und voll Liebe -
wieder nun seid ihr dahin und vorbei.

Drückend schon macht sich bemerkbar die Schwüle,
die saure Gurken zwar baldigst verheißt,
doch in Bezug auf die höchsten Gefühle
sich meist als lähmend und hemmend erweist.

Lästig schier wird uns zu innige Fühlung
bei 40 Grad mit dem anderen Geschlecht,
da man sich sehnt nur nach Wasser und Kühlung
wie ein aufs Trock'ne geratener Hecht.

Demgemäß herrscht im Bereiche der Wellen
draußen bei Lichtenhain Hochbetrieb jetzt,
sind alle Badekabinen und Zellen
wie eines Bienenkorbs Waben besetzt.

Aber auch sonst an verbotener Stelle
sucht vor der Sonne versengender Glut
schwitzende Menschheit mit möglichster Schnelle
Rettung zutiefst in der kühlenden Flut. -

Schön ist's gewiß an den grünen Gestaden,
's ist auch die Saale ein lieblicher Fluß,
aber - in ihren Gewässern zu baden,
ist doch und bleibt gar ein eigner Genuß.

Denn ob die Welt sich mit all ihrem Zauber
spiegelt darin noch so rein und so licht,
"rein" - ach - im Sinne von reinlich und sauber,
ist unsre Saale ganz sicherlich nicht!

Hat doch auch sie in sich auf längst genommen,
gerad' so wie jegliche Menschkreatur,
die in den öligen Fluten geschwommen,
zu viele Stoffe der heut'gen Kultur!

Hans Huckebein

 

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