Jenaische Zeitung
23.März 1929

Aus dem Jenaer Stadtrat

(...) Bei der Beratung der Ansätze für die Badeanstalten wurde angenommen, daß das Lichtenhainer Bad, dessen Vergrößerung beschlossen worden ist, in diesem Jahr auch mehr einbringen wird. Eingeführt werden Kartenhefte zum Preis von einer Mark für 12 Bäder, die in allen Anstalten gültig sind. Für das Griesbad fordern die Kommunisten Verbesserungsarbeiten im Betrag von 500 Mark. Auf einen Antrag der Sozialdemokraten, das Griesbad als Kinderfreibad einzurichten, antwortete der OB, es wäre besser, das Bad überhaupt zum Freibad zu machen, dafür aber die anderen an zwei anstatt an drei Nachmittagen in der Woche für alle Benutzer kostenfrei zu lassen. Beschlossen wurde, das Griesbad überhaupt als Freibad zu erklären und in den anderen Bädern Montags, Mittwochs und Sonnabend nachmittags Freibad zu gestatten. Dadurch erhöhen sich die Ausgaben in mehr als 600 Mark - Die anderen Ansätze im Voranschlag blieben unverändert. (...)